Nepal – Eine Geschmacksexplosion zum Glück

Ein neuer Kontinent muss her, und wenn ich bisher mich in die Kulturen einfühlen konnte, so brauchte ich jetzt mehr Zeit. Das Ziel war Asien, in meinem Fall, Kathmandu in Nepal.

Eine völlig neue Welt begegnete mir. Alles war bunter, lauter und roch anders. Die Menschen liefen mit Malereien im Gesicht rum und ich war zunächst überfordert. Um mich an das wilde Leben zu gewöhnen, lief ich eine Zeit lang durch die Mandala Street. Schon jetzt bemerkte ich, dass die Menschen sehr gläubig sind. Fast 90% aller Einwohner sind Hindus.

Zu dem herrscht ein Missionsverbot. Schon dort ahnte ich, dass ich dem Glück neu begegnen werde. Natürlich sah ich mir direkt am ersten Tag den Bodnath Stupa an.

Es ist das bekannteste Wahrzeichen von Nepal und die bunten Fahnen, die Formen und Bilder im Inneren, sind atemberaubend. In den Gebäuden drum herum entdeckte ich eine Thangka Malerei, bei der man den Schülern zu sehen darf. Ich war von der Ruhe erstaunt, die die Schüler aufbringen müssen, um die winzig kleinen Details malen zu können.

Und dann bekam ich Hunger!

Als ich Hunger bekam, setzte ich mich in eines der Restaurants und aß (wie sollte es anders sein) Daal Bhaat. In Nepal wird meistens einmal morgens vor 10.00 Uhr gegessen und noch mal abends. Fast immer gibt es Daal Bhaat, was nichts anderes ist, als Reis mit Linsen und Gemüse. In den Restaurants wird das Essen für den Tourismus variiert. Das heißt, mal gibt es Kartoffeln, Fleisch oder Currygerichte dazu. In den Restaurants bekommt man in der Zwischenzeit auch Gabeln. Es wird mit der rechten Hand gegessen, da die linke Hand als unrein gilt. Als ich wieder aus dem Restaurant ging und zu meiner Unterkunft wollte, hatte ich mich verlaufen. Es nutzte nichts, ich suchte mir ein Taxi. Allein das entpuppte sich als Abenteuer. Mein Taxifahrer hieß Nima und war (zum Glück) schon ein erfahrener Fahrer.

In Nepal ist alles schnell und hektisch und der Verkehr ist chaotisch. Jeder fährt (zumindest in meinen Augen) wie er möchte. Nima und ich kamen ins Gespräch. Ich fragte ihn, ob man genug als Taxifahrer verdienen würde. Er erzählte mir, dass er aus einem kleinen Dorf kam, wo er keine Arbeit fand. Nun verdient er genug, um seinen Eltern Geld zukommen zu lassen.

Mit 230€ durch den Monat! Geht das überhaupt?

Im Monat sind es gerade mal ca. 230 € und es reicht ihm. Das hat mich sehr bewegt, also gab ich ihm ein besonders großes Trinkgeld (Obwohl es eigentlich nicht üblich ist). Er versprach mir, nach seiner Schicht, am Abend etwas über Nepal zu erzählen. Wir trafen uns in einem kleinen Restaurant und aßen Choyla. Choyla ist gegrilltes Fleisch, welches scharf gewürzt ist. Als Beilage gab es Alu Tama (Kartoffeln und Bambussprossen). Das Essen schmeckte sehr gut. Dazu tranken wir Tee mit Milch und Zucker. Nima erklärte, dass Materialismus nicht wichtig sei. Das schrieb der Hinduismus vor. Glück besteht nicht in Karriere und Reichtum. Hindus sagen, man muss sich von Gefühlen und Bedürfnissen trennen, um das wahre Glück zu erlangen. Die Rede ist von der absoluten Glückseligkeit, genannt: Ananda.

Die Hindus haben sogar einen genauen Plan, um Ananda zu erreichen. Zunächst muss man schlechte Charaktereigenschaften ablegen. Dazu gehören: Hochmut, Angeberei und Egoismus. Nur so kann man den inneren Frieden finden. Denn Hindus sind sich sicher, dass jeder Mensch im Inneren glücklich ist. Um den inneren Frieden zu finden nutzen sie außerdem Yoga und Meditation. Es geht hierbei um die Beherrschung des Geistes. Denn glückselig ist der, der sein menschliches Leben verlassen kann.

Hindus glauben an die Wiedergeburt, doch sie empfinden es wie eine Art Gefängnis. Ein Hindu ist erst dann erlöst, wenn er sich in göttlicher Kraft auflöst. Dafür kann er verschiedene Wege wählen.

Die einen wählen den Weg des Verzichtes. Sie leben als Bettler oder Pilger. Andere wählen den Weg der Gottesliebe. Sie beten einen Gott an und befolgen alle Bräuche, sie singen und pilgern. Im Hinduismus gibt es sehr viele Götter, die immer für eine bestimmte Sache stehen. Nima betet Lakshmi an, die Göttin des Glücks. Der dritte Weg wäre die selbstlose Tat.

Dabei muss man sein Leben lang alle Pflichten erledigen, ohne belohnt zu werden.

Selbst ein Dankeschön wäre verboten. Diese klare Vorstellung von Glück fand ich erstaunlich und auf eine seltsame Art bedrückend. Am nächsten Tag brachte mich Nima zum Hindu Tempel Pashupatinath. Er ist einer der wichtigsten Tempel der Hindus und steht schon seit dem 5. Jh. n. Chr. an diesem Ort. Dort wurde ich direkt von einem Guide angesprochen.

Das machen sie wohl immer. Wenn man sich auf eine Tour einlässt, erwarten sie im Nachhinein eine Entschädigung. Mir war es die Tour wert und ich genoss sie. Bald sollte meine Reise weiter gehen. Mit Asien war ich noch nicht fertig. Aus Nepal nahm ich mit, dass Essen nur der Lebenserhaltung dient und Glück einen klaren Weg vorschreibt.

Das überraschte mich, doch aufgeben wollte ich noch nicht. Die kulinarische Reise zum Glück war noch nicht beendet.

STARTE MIT MIR EINE KULINARISCHE WELTREISE ZUM GLÜCK! WIR STARTEN IN NEPAL UND ENTDECKEN ZUSAMMEN DIE KÖSTLICHKEITEN DER WELT!

BIST DU DABEI? DAS ALLES UND VIELES MEHR FINDEST DU IN MEINEM NEUEN BUCH!

MEIN NEUES BUCH IST AB SOFORT ERHÄLTLICH!

ZUM BUCH