Israel – Die Suche nach dem Glück geht weiter 

Mein nächstes Ziel war Israel. Einige halten Israel für gefährlich, wegen der religiösen Rivalitäten und dem hohen Aufkommen von Militär. Doch nach einiger Recherche, wusste ich, dass Touristen im Großen und Ganzen sicher sind und von allen Parteien freundlich behandelt werden. Jerusalem ist die Hochburg der drei monotheistischen (es gibt nur einen Gott) Religionen. Dazu gehören der Islam, das Christentum und das Judentum. In keinem Ort außer in Jerusalem sieht man so viele orthodoxe Juden, die mit ihrer Kleidung die Straßen füllen. Allein das, ist eine Reise in diese wundervolle Stadt wert. Zu dem freut sich jeder Geschichtsinteressierter. Fast in jeder Ecke steht ein architektonisches Werk, welches eine große Rolle in der Geschichte spielte. Laut Internet sollte man seine Jerusalembesichtigung am Ölberg, der Pilgerroute entlang starten. Da diese auch einen optimalen Rundweg darstellt.

So begann ich am Ölberg und staunte über die vielen Christen. Die Aussicht auf dem Ölberg ist atemberaubend und während ich die Schönheit genoss, traf ich auf David. David war einer der wenigen christlichen Einheimischen und arbeitete als Missionar.

Die Suche nach Glück und gutem Essen

Ich erzählte ihm von meiner Suche nach Glück und gutem Essen. Er war absolut offen und bot an, mich auf der Reise zu begleiten. Das erfreute mich sehr. Denn obwohl ich mich sicher fühlte, beunruhigten mich die bewaffneten Soldaten in den Ecken doch. David beachtete diese schon gar nicht mehr. Er erzählte mir, dass auch er vorsichtig sein muss, da viele Islamisten nicht gut auf Christen zu sprechen wären. Dennoch betonte er, dass es lange nicht alle sind. Jerusalem gehöre allen drei Religionen und die meisten hätten so viel Respekt vor der Stadt, diese auch anzuerkennen. Er lud mich zum Essen bei seiner Familie ein und kündigte mir gutes israelisches Essen an.

Seine Frau Miriam würde den besten Hummus aller Zeiten machen. Hummus ist in Israel eine Hauptspeise. In den meisten anderen Ländern wird er als Beilage benutzt. Zu dem Hummus stellte Miriam Ful (Bohnenmus), Pitabrot, Pilze, gekochtes Ei, Auberginen und gehacktes Fleisch dazu. Es war wirklich absolut lecker.

Am nächsten Tag begleitete mich Miriam durch Jerusalem. Ich durfte das Mariengrab besichtigen, die Kirche der Nationen und den Garten Gethsemane. Der Garten beeindruckte mich. Er stand voll mit riesengroßen Olivenbäumen, die gute fünf Meter hoch waren.

Miriam erzählte mir, dass einige Bäume auch zu Zeit Jesus schon hier gestanden haben könnten. Ich, als nicht-gläubige Person, wurde mit Ehrfurcht erfüllt. Im Garten sprachen wir über Glück. Ähnlich wie Anwar verband sie es mit ihrem Glauben.

Sie sagte: „Glück ist so ungenau. Mein Glück ist die Freiheit, die ich durch Jesus Christus gefunden habe.“ Freiheit in einer Religion? Das wunderte mich sehr. Doch tatsächlich im Christentum, wird man durch den Glauben an Jesus Christus befreit. Sie leben in der Hoffnung, in den Himmel zu kommen und dort das ewige Leben zu haben. Mir fiel auf, dass die Ehe anders wirkte, als bei Anwar. Der Glaube unterscheidet sich (nach meiner Auffassung als Laie) für mich, im Gesetzlichen. Anwar war sehr bedacht auf Regeln und Gesetze.

Freiheit und Liebe

Miriam sprach von Freiheit und Liebe und meinte, die Gebote wären Regeln, die von einem Vater kommen. So wie in einer normalen Familie. „Deine Eltern gaben dir auch Regeln, an die du dich halten solltest, oder? Sie wollten bewirken, dass aus dir ein guter Mensch wird. Das Gleiche ist es mit den Geboten.“ So hatte ich es noch nie betrachtet und ich erlebte Miriam als eine sehr gleichberechtigte, selbstbewusste und ausgeglichene Persönlichkeit.

Ich stellte mir die Frage, ob es Religionen gab, die glücklich machten? Ich werde nie eine wirkliche Antwort auf diese Frage bekommen, das vermag keiner zu beantworten.

Doch es stimmte mich nachdenklich und wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann einmal versuchen zu beten. Vielleicht! In Jerusalem aßen wir gemeinsam Falafel. Das Streetfood Nummer eins in Jerusalem.

Man bekommt eine Pitabrottasche, gefüllt mit Falafel, Gemüse und Tahini. Falafel besteht aus Kichererbsenbrei. In Jerusalem macht alles satt. Das beginnt schon bei dem Frühstück, welches frische Früchte, Eier (in verschiedener Zubereitung), mehrere Käsesorten, Oliven, Salate, Hummus (natürlich), Joghurt und manchmal auch marinierten Fisch beinhaltet.

Mittagessen mit Freunden und Familie

Dazu gibt es Brötchen oder auch Pita. Zum Mittagessen trifft man sich oft mit Familie und/oder Freunden. Zum Anfang gibt es eine Mezze (eine Vorspeise). Wobei wir unter Vorspeise eine Suppe oder einen Appetitanreger verstehen. In Israel bekommt man gefüllte Weinblätter, Hummus, gegrillte Hühnerleber, manchmal saure Gurken, Zwiebelringe oder in Essig eingelegte Steckrüben, Oliven und oftmals gibt es eine Chilipaste mit Petersilie und Knoblauch verfeinert (Zhoug), zum Dippen serviert. Alles ist in kleinen Schälchen und jeder bedient sich aus ihnen. Niemand würde sich etwas auf seinen Teller häufen, das machen nur Touristen! Auf besondere Weise wird auf Brot geachtet. Da Brot stark von den biblischen Geschichten beeinflusst ist. So besteht das Brot bis heute nur aus Roggen, Weizen, Gerste oder Hirse. Es gibt verschiedene Brotsorten, die nur an bestimmte Feiertagen gegessen werden. Übrigens das Rosh-Ha-Shanah-Brot steht für Glück.
Das Abendessen ist im Vergleich zum Mittagessen sehr viel leichter.

Meistens wird Fisch gegessen. Das beliebteste Gericht in Israel. Der Fisch wird meistens nur mit Knoblauch, Zitronensaft und Paprika abgeschmeckt und auf Holzkohle gebraten.
Meine Lieblingssüßspeise, die ich kosten durfte, waren Blintzes. Das sind Pfannkuchen mit Quark gefüllt. Wobei auch Hamentaschen sehr lecker sind. Dabei handelt es sich um Plätzchen, die mit Sirup oder Marmelade gefüllt sind.

Israelische Küche = Gesunde Küche

Interessant ist, dass die israelische Küche zu der gesündesten gehört. Das liegt an der guten Qualität der Produkte und den Mengen an Hülsenfrüchten und Fisch, die gegessen werden. Hülsenfrüchte enthalten viele Mineralien und Eisen. Sie sind sehr wichtig für den Körper und bessere Kohlenhydratträger als Nudeln oder Reis. Ich genoss die Zeit in Jerusalem.

Ich versprach die Familie von David wieder einmal zu besuchen. Innerhalb von ein paar Tagen fühlte ich mich der Familie zugehörig und habe mit Miriam eine tolle Freundschaft geschlossen. Ich habe gelernt, dass die Menschen in Israel gesund essen und ihr Leben im Einklang mit Religion führen, dass sie trotz Militär und Gewalt ihr Leben lieben und ihr Glaube sie trägt. Es war ein ganz neuer Aspekt von Glück, den ich kennen lernen durfte.

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